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Schwanger – Welche Vorbereitungen stehen bis zur Geburt an? (Teil 1)

[Werbung, unbeauftragt! Dieser Text enthält Markennennung und Werbelinks, ohne dass ich von einem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde]

 

Die Freude über die Nachricht des angekündigten Familienzuwachses ist groß. Nachdem die Info langsam verdaut ist und die ersten Anzeichen sich mehr oder weniger anbahnen, fragen sich viele werdende Eltern, was dies für sie in den kommenden Monaten bis zur Geburt an Vorbereitungen bedeutet.  In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich mich hochmotiviert in zig Schwangerschaftsforen über jede sich mir aufkommende Frage informiert und hätte am liebsten schon die ersten Tage nach dem Test alles an Vorbereitungen in Angriff genommen. Meine erste Tat war schließlich die Erstellung einer To-Do-Liste, welche ich dann entspannt in den kommenden neun Monaten nach und nach abgearbeitet, ergänzt oder teilweise auch wieder verworfen hatte. Ja zugegeben, ich bin manchmal echt ein extremer Planungs- Freak 😀  Uns war es aber auch wichtig, dass wir nach der Geburt, so wenig wie möglich organisieren müssen, damit wir uns voll und ganz auf das Kennlernen unseres kleinen Erdenbürgers konzentrieren konnten. Falls es euch genauso geht, stelle ich euch hier einmal die wichtigsten Punkte zusammen.

 

Hebamme und Geburtsvorbereitungskurs

Gleich nach Bekanntwerden der Schwangerschaft empfehle ich, euch nach einer Hebamme umzuschauen. Diese sind meist schon weit im Voraus gut ausgebucht, so dass ihr damit nicht zu lange warten solltet. Viele Hebammen bieten Vorsorgeuntersuchungen, Nachsorge im Wochenbett, Geburtsvorbereitungskurse, Akkupunktur,Säuglingspflegekurs, Rückbildungsgymnastik und ähnliches an. Ich habe bei beiden Kindern einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht und die Nachsorge in Anspruch genommen, was sich besonders nach meiner zweiten Geburt als beste Entscheidung erwiesen hat.

 

Kleidung

Ich empfehle eine kleine Auswahl von den wichtigsten Kleidungsstücken. Diese kann je nach Jahreszeit, in der euer Kind zur Welt kommen soll, etwas variieren. Für uns war es am praktischsten mit Größe 56 anzufangen. Auch in 62 hatte ich von Anfang an schon alles da, die größeren Größen waren dann eher weniger, da wir diese dann entsprechend mit dem Kind einkaufen gehen wollten. Beachtet bei eurer Einkaufplanung auch, dass die ersten Größen nur sehr kurz getragen werden. Deshalb empfehle ich, die Stückzahl der einzelnen Sachen eher gering zu halten. Oft bekommt man zur Geburt auch nochmal Kleidung geschenkt. Da nur kurz getragene Kleidungsstücke meist kaum abgenutzt sind, kann ich empfehlen, euch auf Baby- und Kinderbasaren umzuschauen. Dort erhaltet ihr für einen kleinen Preis noch richtig gute Anziehsachen und habt gleichzeitig den Vorteil, dass diese schon mehrmals gewaschen wurden und eventuelle Schadstoffe so deutlich reduziert sind.

Hier noch eine kleine Liste mit meiner Empfehlung:

Sommer:

  • 5-7 kurze Bodys in den Größen 56 und 62
  • 5-6 lange Bodys in den Größen 56 und 62 (haben wir tlw. auch als Schlafanzug genommen)
  • 5-6 kurze Oberteile in 56 und 62
  • 3-5 Strampler in 56 und 62 (super praktisch sind Strampler, welche unten geknöpft werden können. So müsst ihr beim Wickeln nicht immer den kompletten Strampler ausziehen)
  • 2-3 dünne Einteiler-Schlafanzüge
  • 2-3 Hosen in 56 und 62
  • 4-5 Paar dicke und/oder dünne Socken
  • 1- 2 dünne Jäckchen in 62 oder 62/68
  • 1-2 dünne Mützen
  • je 2-3 Schlafsäcke (ohne Ärmel) oder langärmelige dünne Schlafsäcke (z.B Innenschlafsäcke)

Winter:

  • 5-6 kurze Bodys in den Größen 56 und 62
  • 3-4 lange Bodys in den Größen 56 und 62
  • 6 lange Oberteile in 56 und 62
  • 4-6 Strampler in 56 und 62 (super praktisch sind Strampler, welche unten geknöpft werden können. So müsst ihr beim Wickeln nicht immer den kompletten Strampler ausziehen)
  • 2-4 Einteiler-Schlafanzüge
  • 3-4 Strumpfhosen in 56 und 62
  • 2-3 Hosen in 56 und 62
  • 4-5 Paar dicke Socken
  • 1-2 Jacken in 62 oder 62/68 und/oder evtl. einen gefütterten Winteranzug
  • je 1-2 dünne (für innen) und dickere Mützen
  • je 1-2 Paar Handschuhe (Fäustlinge) und Schals
  • 2-3 Schlafsäcke (ohne Ärmel) mit langärmeligen Innensack
  • Optional: gefütterte Stoffschühchen

 

Möbel

Ganz eng genommen, benötigt ein Baby eigentlich nur ein Bett (inkl. Matratze und Matratzenbezüge). Es werden mehrere Varianten angeboten, vom klassischen Babybettchen mit Gitterstäben, über Beistellbettchen, welche direkt am Bett der Eltern angrenzen, bis hin zu Stubenwagen und Wiegen. Für welche Variante ihr euch entscheidet, hängt dabei von euren Vorlieben und der Wohnsituation ab. Wenn möglich, solltet ihr euer Baby die ersten Monate bei euch im Schlafzimmer schlafen lassen. Das Kind wird nachts (mehrmals) trinken wollen und benötigt eure Nähe und Geborgenheit. Ebenfalls fand ich es sehr beruhigt, immer mal wieder ein kurzen Blick auf die Kleinen werfen zu können und mich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist.

Weitere nützliche Möbelstücke sind eine Wickelkommode, ein Kleiderschrank, eine zweite Ablegemöglichkeit (Körbchen, Stubenwagen, Krabbeldecke…) und eine Aufbewahrung für das erste Spielzeug. Evtl. kann es für die Mutterr Sinn machen, über einen bequemen Sessel/ Stuhl für das Stillen nachzudenken.

 

Hygieneartikel

Bei den Hygieneartikeln hätte ich (oder meine Hormone 😀 ) damals den kompletten Laden leer kaufen können. Im Nachhinein hatte ich viel zu viel Unnötiges gekauft, was hier teileweise noch nicht mal angebrochen langsam im Schrank verstaubt. Wirklich wichtige sind meiner Meinung nach folgende Dinge:

Windeln und Zubehör

Bei den Windeln könnt ihr euch zwischen den klassischen Wegwerfwindeln und den wieder verwendbaren Stoffwindeln entscheiden. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn ihr euch für Stoffwindeln interessiert, kann ich euch die Seite von Windelwissen empfehlen. Diese schreibt recht ausführlich über das Thema. Wir persönlich haben uns für die klassische Variante entschieden und sind damit sehr gut zurecht gekommen.

Für den Anfang hatten wir uns 3 Pakete der Windelgröße 1 gekauft und 2 Pakete der Windelgröße 2. Da die Kleinen in der ersten Zeit wahnsinnig schnell wachsen, sind wir so am besten gefahren, dass wir die 1er nur in kleinen Mengen nachgekauft haben und bei beiden Kindern recht flott auf die 2er umsteigen konnten.

Neben den Windeln benötigt ihr noch eine Wickelunterlage, einen Windeleimer und Feuchttücher oder (Einmal-)Waschlappen und eine kleine Schüssel für Wasser.

Für unterwegs sind zudem Desinfektionstücher (für Oberflächen) und eine kleine Wickelunterlage bzw. Einmalunterlagen, sowie Windelbeutel nützlich.

Badeartikel

Für uns war es vollkommend ausreichend eine milde Baby-Waschlotion zu kaufen. Es wird empfohlen anfangs die Kinder nur in Wasser ohne Zusatz zu baden (bei trockener Haut sind ein paar Tropfen Babyöl oder Muttermilch auch ok). Die Waschlotion ist für Härtefälle gedacht, wenn sich die Kleinen mal richtig einsauen sollten.

Ebenso ist eine Babybadewanne, Badethermometer, Handtücher und evtl. Waschlappen zu empfehlen.

Pflegeprodukte

Bei den Pflegeprodukten fallen auch ein paar Dinge an. Dazu gehören unter anderem eine Nagelschere, eine weiche Babybürste und Wattestäbchen. Ebenso empfehle ich eine Säuglings-Hautlotion, falls die Haut zu trocken werden sollte und evtl. etwas Babyöl z.B. für Massagen. Im Winter macht auch eine Wind-und-Wetter-Creme Sinn. Generell muss aber bei intakter Haut nur selten gecremt werden. Auch im Windelbereich haben wir nur gecremt, wenn die Kleinen wund wurden. Für diesen Fall hat uns eine Wund- und Heilsalbe stets treue Dienste geleistet.

Sonstiges

Für diverse Einsatzgebiete bieten Spucktücher bzw. Mullwindeln einen gute Hilfe. Wir hatten ca. 7-10 Stück im Einsatz. Ebenfalls wichtig ist ein flexibles Thermometer zum Fiebermessen.

 

Unterwegs mit Kind

Für Autofahrten benötigt ihr eine Babyschale. Lasst euch hierfür am besten bei einem Fachhändler beraten. Wenn ihr zu Fuß unterwegs seid, stehen euch Kinderwagen und /oder Tragetücher bzw. Tragehilfen zur Verfügung. Beim Kinderwagen kann ich den Tipp geben, nicht nur auf Marke und Design zu achten, sondern auch die Funktionen und Anforderungen im Blick zu behalten. Soll er im Gelände eingesetzt werden? Wollt ihr damit Joggen gehen? Wie groß ist der Kofferraum eures Autos? … und vieles mehr.

Wenn ihr euch für ein Tragetuch oder eine Tragehilfe entscheidet, empfehle ich euch einen Kurs bei einer Trageberatung zu machen. Dort lernt ihr die unterschiedlichen Tragesystem kennen und könnt ausprobieren, welches am besten zu euch passt. Zudem werden euch wichtige Handgriffe und Bindetechniken gezeigt, um eine sichere und korrekte Handhabung zu gewährleisten. Weitere Informationen findet ihr zum Beispiel beim Tragenetzwerk e.V.

Wir hatten uns für einen Kinderwagen und eine Tragehilfe (Mei Tai) entschieden, so konnte ich je nach Situation beliebig wechseln und flexibel bleiben.

Weitere nützliche Dinge sind ein Regen – und Sonnenschutz, sowie ein Mückennetz. Sollte euer Baby in den kalten Monaten zur Welt kommen, könnt ihr einen gefütterten Fußsack und/oder 1-2 Decken, sowie eine Lammfellunterlage zum Wärmen nutzen. Für die Matratze in der Babywanne sind Matratzenbezüge sinnvoll. Ebenfalls benötigt ihr eine Wickeltasche (oder einen Rucksack).

 

 

In Teil 2 erfahrt ihr unter anderem die wichtigsten Vorbereitungen zum Thema  Anträge stellen, Ernährung, Sicherheit zuhause, Kliniksuche und weiteres.

 

 

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